eBook Reader Test

Als eBook Reader (auch eReader) bezeichnet man ein Gerät, dessen Hauptzweck die Darstellung elektronisch gespeicherte Buchinhalte, also eBooks ist. Natürlich kann man ebenso ein Netbook, ein Smartphone oder Tablet-PC mit der entsprechenden Software als Lesegerät für eBooks benutzen. Man sollte jedoch bedenken, dass diese Geräte nicht für die Anzeige von eBooks optimiert sind.

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eReader Darstellungsarten: E-Paper vs. LCD

Als E-Paper bezeichnet man Displays, die elektronische Tinte (elektronisch angesteuerte schwarze und weiße Farbpigmente), benutzen. Besonders bekannt ist die Firma E-Ink Corporate, sodass sich E-Ink mittlerweile zum Synonym für diese Darstellungsform entwickelt hat. Ein E-Ink-Display hat den Vorteil, dass es auf Kunststoffen basiert und somit sehr leicht ist. Mit E-Ink können 8-16 Graustufen dargestellt werden, allerdings keine farbigen Buchstaben oder Bilder, was sie für die Wiedergabe von Magazinen oder bebilderten Texten ungeeignet macht.

LC-Displays (LCDs) können auch farbige Inhalte und Fotos detailliert wiedergeben, sind aber schwerer. Ein weiterer Unterschied besteht in der Anzeigequalität abhängig vom Umgebungslicht. E-Paper zu lesen ist ähnlich wie bei einem gedruckten Buch: Am helllichten Tage drinnen und draußen, auch in der Sonne, ist es sehr gut zu lesen, sobald es dämmert, benötigt man eine Leselampe. Passende Klemmleuchten sind meist als Zubehör erhältlich. Umgekehrt bei LCDs: die Hintergrundbeleuchtung unterstützt Lesen bei schwacher Beleuchtung und im Dunkeln, bei voller Sonne im Freien, kann man fast nichts mehr erkennen.

eBook Reader Displaygrößen, Lagesensoren & Navigation

Die Displaygröße liegt bei sechs bzw. sieben Zoll (15,2 cm/17,8 cm) Bildschirmdiagonale. In der Regel wird Querformat unterstützt, aber nicht alle Geräte haben einen Lagesensor, der dafür sorgt, dass automatisch Hoch- oder Querformat erkannt wird. Die Navigation kann über einen Touchscreen oder ein Navigationskreuz stattfinden. Nur selten ist eine komplette Tastatur Teil der Hardware, meistens erfolgen Texteingaben über eine virtuelle Tastatur. Welche Lösung als angenehm empfunden wird, ist individuell verschieden.

E-Book Formate für eReader

Das plattformunabhängige Dateiformat PDF für Dokumente hat E-Book-Readern zum Durchbruch verholfen, zunächst im Bereich Fachpublikationen, da hier die Volltextsuche wichtiger als die Haptik ist. Bis heute werden die meisten Fachbücher und viele Magazin in PDF verlegt. Allerdings hat die Darstellung von PDF einen Nachteil: Das Layout ist festgeschrieben, d. h. bei einer Vergrößerung kann kein neuer Umbruch berechnet werden – man muss sehr viel scrollen.

Daher haben sich für Belletristik andere Formate entwickelt. Neben wenigen „hauseigenen“ Formaten wie AZW von Amazon (Kindle) hat sich vor allem EPUB durchgesetzt, ein offener Standard für E-Books, der von den meisten E-Readern verarbeitet werden kann. Auch öffentliche Bibliotheken, die „Onleihe“ anbieten, sowie das „Projekt Guttenberg“ (kostenlose rechte-freie Klassiker) benutzen EPUB.

Kopierschutz

E-Book-Formate enthalten zwar eine DRM-Unterstützung (Digital Rights Management), die jeweilige Verwendung findet durch die entsprechende Readersoftware statt. Die Entscheidung wie ein Kopierschutz eingesetzt wird, liegt bei den Verlagen bzw. deren Autoren. Die restriktive Anwendung des Kopierschutzes ist ein Hauptargument der Gegner von E-Books. Meistens kann man die erstandenen Bücher nicht verleihen, wie es bei Papier-Ausgaben üblich ist.

Es geht auch anders: Der Cora-Verlag hat mit vielen seiner Autoren ausgehandelt, auf aktiven Kopierschutz zu verzichten. Dass sich dies auch rechnet, zeigt der Umsatz: Lag der Anteil verkaufter E-Books der deutschen Verlage 2011 durchschnittlich bei etwa 1%, kann Cora 10% aufweisen.

Ende April 2012 hat der bekannte Science-Fiction-Verlag Tor Books sich vollständig von DRM verabschiedet. Es wird darüber spekuliert, dass dies ein Wendepunkt in der DRM-Politik der Verlage sein könnte.

Umwelteigenschaften und Energieverbrauch

Bei eBook Readern mit E-Ink-Display reicht eine Akkuladung für den Aufbau von mindestens 4.500 Seiten (z.T. bis zu 40.000), also jedenfalls mehrere Wochen. Die Akkus von LC-Displays halten durch den Energieverbrauch der Hintergrundbeleuchtung maximal einen Tag. Daher empfiehlt der Blaue Engel eBook Reader mit E-Ink-Display als vorbildlich umweltfreundlich, da sie weniger Rohstoffe verbrauchen als gedruckte Bücher und durch die Benutzung von E-Paper auch die Akkus selten geladen werden müssen.

Die Herstellung eines eBook Readers entspricht etwa der von zehn Taschenbüchern, danach ist man ökologisch im Plus. Weiterhin fordert der Blaue Engel, austauschbare Akkus, die Unterstützung möglichst vieler Formate und die Möglichkeit die Software upzudaten um die Umwelteigenschaften zu optimieren.

eBook Reader Zusatzfunktionen

Eine der wichtigsten Zusatzfunktionen, die mittlerweile jeder gute eBook Reader haben sollte, ist WLAN. Einige wenige bieten darüber hinaus UMTS an. Beides eröffnet die Möglichkeit, unabhängig vom heimischen PC auf das eigene virtuelle Bücherregal zuzugreifen bzw. neue Bücher zu erwerben.

Das Eingeben von Notizen, eventuell sogar handschriftlich, Setzen von Lesezeichen und Markierungen sind individuelle Anforderungen, die gegebenenfalls beachtet werden müssen, da sie von Modell zu Modell verschieden sind. Integrierte Wörterbücher sind inzwischen bei vielen Modellen vorhanden, die Anzahl der unterstützten Sprachen ist allerdings verschieden. Dies können neben Englisch und Deutsch noch vier bis neun weitere sein.

Bekannte eReader Hersteller und Marken:

  • Archos
  • Hanvon
  • Kindle (Amazon)
  • Kobo
  • Longshine
  • Oyo (Thalia)
  • Pearl
  • PocketBook
  • Sony
  • Trekstor (Weltbild)

eBook Reader Test und Testkriterien

Die Zeitschrift Computer Bild hat im April 2012 (Heft 10/2012) acht eBook Reader getestet. Im Einzelnen wurden die Bildqualität ( Displaygröße, Kontrast, Vergrößerung, Anzahl Schriftarten), Funktionen, unterstützte Formate, Speichergröße, Handhabung und Akkuleistung beurteilt. Neben einer Bewertung im Schulnotenstil wurden auch besonders positive bzw. negative Merkmale aufgelistet.

Dennoch: die Anforderungen der Benutzer von eBook Readern sind so unterschiedlich wie deren Lesegewohnheiten. Liest man hauptsächlich englichsprachige Bücher hat hier immer noch Amazon das weitaus größte Angebot und somit ist ein Kindle empfehlenswert, für bebilderte Magazine und Fachzeitschriften mag sogar ein Tablet einem eBook Reader vorzuziehen sein. Entsprechende Geräte werden als Empfehlungen der Liste der Testsieger hinzugefügt.

eBook Reader Testsieger und Empfehlungen

Testsieger Computer Bild (10/2012):

  • Pocketbook Touch eBook Reader (E-Ink, Testnote: 1,81)
    • Positiv: Viele hilfreiche Zusatzfunktionen, gut lesbares Display, sehr gute PDF-Anzeigefunktionen
    • Negativ: –
  • Sony PRS-T1 eBook Reader (E-Ink, Testnote: 2,08)
    • Positiv: Hilfreiche Zusatzfunktionen, gut lesbares Display, lange Akkulaufzeit
    • Negativ: Spiegelnder Bildschirmrahmen, kein integrierter Shop
  • Kobo eReader Touch (E-Ink, Testnote: 2,24)
    • Positiv: sehr präziser Touchscreen, beste Akkulaufzeit im Test
    • Negativ: Menü etwas unübersichtlich, wenig Skalierungsmöglichkeiten bei PDF

Testergebnisse Kindle Computer Bild (10/2012):

  • Amazon Kindle Keyboard 3G (E-Ink, Testnote: 3,14)
    • Positiv: Gut lesbares Display, Mobilfunk (GSM), Hardwaretastatur
    • Negativ: kein EPUB, beim Kauf von eBooks auf Amazon Kindle Shop angewiesen
  • Amazon Kindle (E-Ink, Testnote: 3,22)
    • Positiv: realtiv günstig
    • Negativ: nur befiedigende bis ausreichende Einzelbewertungen (s.o)

Empfehlungen für Tablet-PCs als eReader

  • Apple iPad 2 Wi-Fi 16GB
  • Samsung Galaxy P1000 Tab

eBook Reader Fazit

eBook Reader mit E-Ink sind das Optimum für Leseratten und solche, die es werden sollen. Eine Studie hat gezeigt, dass vor allem männliche Lesemuffel durch ereader motiviert werden. Sofern man eine Bibliothek mit Onleihe am Wohnort hat oder sich für das Angebot des „Projekt Guttenberg“ interessiert, hat sich ein eBook Reader innerhalb kürzester Zeit amortisiert. Jedenfalls schont man die Umwelt und entlastet die Bücherregale und Koffer.

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